Kapitel 2

Ich hing noch eine Weile meinen Gedanken nach und fuhr dann nach hause. Als ich zur Tür rein kam,empfing mich eine komische Stille. Es war schon seltsam und ungewohnt mal wieder ein bischen Zeit für mich selbst zu haben. Seit der Geburt von Celina hatte ich mein Leben für sie aufgegeben aber ich hatte das nie bereut. Ich liebte sie über alles. Ich lief in ihr kleines Kinderzimmer und machte ihr Bett. Ich war immer darum bemüht,dass es meinem kleinen Schatz gut ging trotz aller Probleme und der schlechten Umstände in die sie hineingeboren war. Tim gab sich auch wahnsinnig viel Mühe und liebte Celina wie seine eigene Tochter. Er hatte mehr als einmal gefragt wer eigentlich der wahre Vater sei aber bis heute habe ich es ihm verschwiegen und für mich behalten. Leon und ich hatten doch beide in dieser Nacht nicht aufgepasst. Er wäre sicherlich auch total überfordert gewesen,hätte ich ihm gesagt,dass er Vater wird. Ich schob die Gedanken an Leon zur Seite. Tim war ein guter Vater und schließlich war ich bis jetzt auch ohne Leon ausgekommen. Ich holte die Zeitung und zuckte schließlich zusammen. In wenigen Tagen würde es ein Konzert von "Anonym" hier geben. Das wäre ja die Gelegenheit Leon mal wieder zu sehen. Im nächsten Moment fasste ich mir an die Stirn. Was für eine dumme Idee. Als könnte ich einfach mal dort hin spazieren und mich vorstellen. Leon würde sich wahrscheinlich kaum erinnern und was sollte ich ihm sagen? Ach überings du bist vor drei Jahren Vater geworden. Am besten ich verdrängte ich das alles wieder. Plötzlich hatte ich ihn wieder genau vor Augen und ich spürte noch heute wie er mich entlang meines ganzen Körpers berührt hatte. Diese Nacht hatte mein Leben verändert aber heute wollte ich Celina nie wieder hergeben. Wie Leon wohl reagieren würde? Wahrscheinlich würde er mir nicht glauben aber Celina sah genauso aus wie er und ich war mir sicher,dass sie ihn schnell für sich gewinnen könnte. Aber vielleicht war es auch beser so wie es jetzt war. Hoffentlich, würde ich nur nie bereuen Leon sein Kind verschwiegen zu haben.

3.1.07 00:46

bisher 3 Kommentar(e)     TrackBack-URL


Lisa (3.1.07 13:56)
Die "innere Zerrissenheit" Sophias , um es etwas übertrieben und zugespitzt zu formulieren, kommt super zum Vorschein! Weiter so ...


Lulu (3.1.07 17:33)
Man kann doch das Kind nicht verschweigen =( das geht nie gut aus !
Mach weiter!!


saskia (4.1.07 18:22)
also ich denke man kann den konflikt den sophia mit sich rumträgt sehr gut nachempfinden und das ist sinn der sache (denk ich)

und ich kann sie gut verstehen, dass sie nichts gesagt hat denn ein one mit schwangerschaft als folge ist immer blöd...und der freund widmet sich der kleinen doch auch wunderbar obwohl er weiß sie ist nicht von ihm.
Denk das ist das wichtigste in der situation

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